Neue Saison – neues Material

Was gibt es Schöneres für einen Triathleten als neues Material? Seit zwei Jahren gehe ich nun bei X2_X3Wettkämpfen mit dem X:2 von 2XU an den Start, der Porsche unter den Neoprenanzügen. Wie soll da noch Luft nach oben sein? Ich lasse mich von unserem Partner 2XU überzeugen und teste das neue Modell X:3. Ich überlege zunächst, was mir am X:2 nicht so gut gefällt. Als einziger Punkt fallen mir die „Grip“-Einsätze an den Unterarmen ein, die ziemlich steif sind beim Anziehen, mich aber beim Ausziehen im Wettkampf nicht gestört haben. Scheinbar hat 2XU hier vorab meine Gedanken gelesen und das geändert – der Grip ist noch da, aber in Form von einzelnen flexiblen Segmenten.

Schon beim Anziehen und ersten Bewegungen wie Armkreisen an Land fällt mir die extrem gute Flexibilität des gesamten Neoprenanzugs auf. Hier wurde mit sehr vielen verschiedenen Materialien die notwendige Flexibilität für jeden einzelnen Bereich gewählt. Das zeigt sich auch im Wasser: Kaum Einschränkungen, keine schweren Arme beim Kraulen, kein Arm heben, das sich anfühlt wie Kaugummi. Als gute Schwimmerin ist mir wichtig, dass der Neoprenanzug nicht zu viel Auftrieb hat, da ich eh schon eine gute Wasserlage habe. Auch hier punktet der X:3. Zum Schluss noch der Härtetest: Ausziehen unter Wettkampfbedingungen. Bis zur Hüfte war nie ein Problem, ab hier wird’s interessant. Der X:3 flutscht gut bis zu den Knien, in einem akrobatischen Akt ziehe ich ein Bein nach oben und stülpe dabei den Neo auf links. Ich stelle mich mit dem freien Bein auf den Neo und  ziehe das rechte Bein aus der schwarzen Haut. Rekordzeit. Im direkten Vergleich zeigt sich, dass der Beinabschluss etwas größer ist im Vergleich zum X:2, was beim Schwimmen nicht auffällt, aber beim schnellen Ausziehen förderlich ist. Der stolze Preis von 769 Euro ist gerechtfertigt für dieses Bestzeit-Modell. Ich beschließe ihn zu behalten und übergebe meinen X:2 in die Hände meiner kleinen Schwester, die sich damit von ihrem fünf Jahre alten Neo verabschiedet. Für sie fühlt sich das Schwimmen mit dem X:2 nun im Vergleich auch an wie Fliegen. Das einzige Problem ist, dass es für eine schlechte Schwimmzeit nun keine Ausrede mehr über das Material gibt. Der X:2 entspricht zum größten Teil dem aktuellen Modell V:3, welchen ich guten Schwimmern aus dem vorderen Mittelfeld empfehle, die noch an dem Sprung an die Spitze des Schwimmfeldes arbeiten. Der V:3 ist mit 629 Euro erschwinglicher und erfüllt die meisten Anforderungen, wohingegen der X:3 keine Wünsche offen lässt.

Informationen zum Neoprenanzug und den weiteren 2XU Modellen: www.2xu-store.de